Leopardgeckos
Allgemeine Beschreibung

Wissenschaftliche Einordnung des Leopardgeckos

Leopardgecko – Eublepharis macularius

Wissenschaftlicher Name: Eublepharis mascularius
Klasse: Reptilia – Reptilien
Ordnung: Squarnata – Schuppenkriechtiere
Unterordnung: Gekkonidae – Geckoartige
Familie: Eublepharidae – Lidgeckos
Unterfamilie: Eublepharinae – Eigentliche Lidgeckos
Gattung:Eublepharis – Leopardgeckoartige
Art: Eublepharis macularius – Leopardgecko
Unterart: Eublepharis macularius macularius – “gefleckter Leopardgecko”

Verbreitungsgebiet / Herkunft

Der Leopardgecko ist eine nacht-/dämmerungsaktiver Lidgecko, dessen Verbreitungsgebiet sich von Iran, Irak, Afghanistan über Pakistan bis Nordwest-Indien erstreckt. Er besiedelt überwiegend halbtrockene bis trockene Lebensräume, vor allem felsige Steppen, Wüsten und Halbwüsten – reine Sandgebiete werden jedoch weitestgehend gemieden.

Um sich vor Fressfeinden zu schützen hält sich der Leopardgecko tagsüber in überweigend in Höhlen bzw. Felsvorsprüngen versteckt.

Terrarienhaltung

Zur Haltung des Leopardgeckos benötigen man ein Terrarium mit möglichst großer Bodenfläche und ausreichend Klettermöglichkeiten, idealerweise einer strukturierten Rückwand mit engen Quetschspalten sowie einige Rückzugsmöglichkeiten (Höhlen bzw. Korkröhren).

Die Größe des Terrariums für eine Gruppe Tiere beginnt ab 100×50×50 (BxTxH), durch eine möglichst gut strukturierte 3D-Rückwand lässt sich der Bewegungsraum zusätzlich erweitern. Als Bodengrund verwenden wir ein Sand-Lehm-Gemisch aus 1 Teil Lehm und 4 Teile Sand.

Eine sogenannte “Wet-Box” ist ein absolutes „Muß“ – die erhöhte Luftfeuchtigkeit benötigen die Tiere für ihre Häutung und die Weibchen nutzen diese bevorzugt für Ihre Eiablage.

Leopardgeckos benötigen einen geregelten Tag/Nacht Rhythmus – eine Beleuchtungsdauer von 10-12 Stunden sollte angestrebt werden. Dies kann mit einer handelsüblichen Zeitschaltuhr geregelt werden. Hierbei ist es wichtig, dass im Terrarium verschiedene Temperaturzonen entstehen (Sonnenplätze / Hotspots mit 35-40°C, abfallende Werte von 35-25°C im restlichen Terrarium). Eine Nachtabsenkung auf Zimmertemperaturen ist aus unserer Sicht vorteilhaft.

Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollte tagsüber 40% – 60% und nachts 60-80% betragen. Dies kann man durch tägliches Übersprühen der Terrarieneinrichtung erreichen.

Leopardgeckos sind “Fleischfresser“ (Carnivore) und benötigen als Nahrung Lebendfutter (Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Heuschrecken, Schaben usw.). Gelegentlich kommt es vor, daß Obst und Gemüse gefressen wird, der Verdauungstrakt eines Leopardgeckos ist jedoch nicht auf vegetarisches Koste ausgelegt.

Zur Nahrungsergänzung und Vitaminzufuhr sollten die Futtertiere mit einem Vitamingemisch (z.B. Korvimin+Reptil) und Kalziumlaktat bestäubt werden. Bei adulten Tieren genügt eine 2-3malige wöchentliche Fütterung – Jungtiere sollten täglich gefüttert werden.

Winterruhe

Eine 2 bis 4 monatige Winterruhe ist aus unserer Sicht ebenfalls empfehlenswert. Für die Gesundheit der Leopardgeckos ist diese “natürliche” Winteruhe förderlich. Ebenso wirkt sie sich zusätzlich positiv auf die Entwicklung und Reifung der männlichen Keimzellen und der weiblichen Eizellen aus.

Die Temperatur wird schrittweise auf 8 bis 10 Grad abgesenkt. Während der Winterruhe dürfen die Tiere nicht gefüttert werden – frisches Wasser muss jedoch jederzeit zur Verfügung stehen.

Wichtig: Nur gesunde und kräftige Tiere sollten einer Winterruhe unterzogen werden. Vor der Winterruhe sollten daher Kotproben auf Parasiten untersucht werden. Dies kann bei einem entsprechenden Labor zur Untersuchung eingeschickt werden.

Quarantäne

Eine Quarantänezeit ist für ein neu erworbenes Tier zwingend erforderlich! Es kann vorkommen, dass man sich Parasiten oder Viren einfängt, wenn man ein Tier in den Bestand ohne Quarantäne integriert. Während der Quarantänezeit ist Hygiene das oberste Gebot. Nach Kontakt mit dem Tier müssen Hände und benutzte Gegenständen stets desinfiziert werden.

Stichwort: Cryptosporidien! (Gute Beschreibung / keine Werbung für die Betreiber der Webseite!)

Erst wenn eine ausreichende Anzahl von Kotuntersuchungen durchgeführt wurden und das Tier gesund ist, kann der Neuzugang in eine bestehende Gruppe integriert werden. Eine mögliche Übertragung von Krankheiten auf gesunde Tiere erfolgt ohne Quarantänezeit meist sehr schnell.

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Leopardgeckos
Farbformen und Zeichnungsvarianten

Farbformen und Zeichnungsvarianten

Der Leopardgecko ist wegen seiner großen Vielfalt an Farbformen eines der beliebtestenen Terrarientiere.
Aufgrund deiser Beliebtheit und der damit verbunden weiten Verbreitung als Terrarientier, entwickelten sich in den letzten Jahren – durch sog. Auswahlzucht – besonders viele neue Farbvarianten.

Nachfolgend möchten wir Euch einen kleinen Überblick über die von uns aktuell gehaltenen Farbformen geben. Wie unser Name schon sagt, haben wir uns auf den Morph “Mack (Super) Snows” und farblich “weisse” Leopardgeckos spezialisiert.

Einen ausführlichen Überblick über die meisten bekannten Farbformen könnt Ihr unter Leopardgecko WIKI erhalten.

Blazing Blizzard Morphe

Blizzard, Blazing Bizzard (Blizzard Albino) und Diablo Blanco (Blizzard Ablbino Eclipse)

Blizzard

Der Blizzard Morph – von Jay Villa Jahr 1995 entdeckt – ist ein einfach rezessiver, dem Murphy Patternless optisch sehr ähnlicher Morph. Als Jungtiere sind Blizzards zeichnungslos und die Farben variieren von weiß, rosa über gelb bis zu einem tiefen violett. Mit zunehmendem Alter der Tiere wechselnd diese meist innerhalb genannter Farbskala.

Sehr dunkle Blizzards werden meist als “Midnight Blizzards” bezeichnet; bisher ist jedoch noch nicht abschliessend geklärt, was diese dunklen sehr dunkle Pigmentierung hervorruft. Besonders stark gelb gefärbte Blizzards werden oft als Banana Blizzards ausgegeben was jedoch (aus unserer Sicht) nicht korrekt ist.
Für uns ist eine echte Banane ein Murphy Patternless Blizzard.

Blazing Blizzard (Blizzard Albino)

Die momentan häufigste Blizzard Morphkombination ist der “Blazing Blizzard”, ein doppelt rezessiver Morph aus Blizzard und Albino Genen. Derzeit gibt es überwiegend Tremper Albino Blizzards und Rainwater Blazing Blizzards.

“…Im Jahr 2004 gelang es Kelli Hammack von H.I.S.S. den ersten BBB (Bell Blazing Blizzard) zu züchten. Dieser Start in eine neue erwartungsvolle Richtung fand leider ein baldiges Ende weil der erste BBB bereits als Jungtier verstarb…” “…gelang es 2008 Steve und Debra Sykes von Geckos etc. erneut einen BBB zu Züchten…”
Sebastian Völker “http://www.bell-blazing-blizzard.at”

Ein weiteres Merkmal, das nach dem Zufallsprinzip aufzutreten scheint, ist die Färbung der Augen. Diese reichen von “normalen Aufgen” über sog “Snake Eyes” bis hin zu “Solid Black Eyes”. Bisher lässt es sich meist nicht vorhersagen, wie die Färbung der Augen der Nachzuchten auftreten wird.

Diablo Blanco (Blizzard Albino Eclipse)

Der Diablo Blanco ist eine dreifach homozygote Morphkombination; (Blizzard, Albino und “Eclipse Eye”). Diablo Blancos (Weisse Teufel) sind schneeweiß mit komplett roten Augen.

Da der erste Diablo Blanco bei Ron Tremper 2006 aus einem Blizzard und RAPTOR gezogen wurde, spricht man oft von einem vierfach rezessiven Morph (Blizzard, tremper Albino, Eclipse und Patternless striped).

Wir sind jedoch der Meinung, ein Diablo Blanco besteht nur aus den drei o.g. Genen (Blizzard Albino und Eclipse)

Super Mack Snow (Albino)

Mack Snow, Super Mack Snow und (Super) Mack Snow Albino

Mack Snow

“Mack Snow” ist die heterozygote Form des Mack Snow Gens. Erste Züchter der “Snows” waren – wie der Name auch sagt – Amy und John Mack von Reptiles by Mack. Sie kamen an einige Jungtiere, die sich von anderen Jungtieren durch Ihre schwarz-weisse anstatt schwarz-gelbe Zeichnung unterschieden.

In der folgenden Saison, verpaarten sie diese miteinander und es schlüpften “Nominat Tiere”, Mack Snows und Mack Super Snows.

Super Mack Snow

Der “Super Mack Snow / Mack Super Snow” ist die homozygote, unvollständig dominante Form eines Mack Snow. Beim Schlupf sind Super-Snows violett, anthrazit oder silber mit komplett schwarzen Eclipse-Augen. Beim Heranwachsen bleiben die Eclipse-Augen, aber die Körperzeichnung wandelt sich in einen weißen Körper mit schwarzen, unterbrochenen Streifen.

Durch die Co-dominante Vereerbung schlüpfen nicht nur bei der Verpaarung von Super-Snows, sondern bei einer Mack Snow – Mack Snow Verpaarung.

(Super) Mack Snow Albino

Ein “(Super) Mack Snow Albino” ist eine Morph-Kombination aus einem hetero-/homozygoten Mack Snow und einer der drei Albino-Stämme (Rainwater/Las Vegas – Bell oder Tremper); in unserem Fall dem
Tremper Albino.

Vom Aussehen, sind “(Super) Mack Snow Albinos” mit (Super) Mack Snows identisch, jedoch mit ein paar Farbvariationen. Da Albinos bekanntlich keine schwarze Pigmente produzieren, ist die körperzeichnung nicht schwarz sondern braun. Bei Super Mack Snow Albinos sind die Körper im Allgemeinen weiss mit hellrosa bis braunen Punkten. Die Augen sind – aufgrund der fehlenden schwarzen Pigemente – meist sehr dunkel rot.

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